Pressemitteilung

Das Fahrrad bringt unserem Land jährlich Einsparungen in Höhe von 8,44 Milliarden Euro

Im Auftrag des föderalen Ministers für Mobilität Georges Gilkinet hat das Vias-Institut eine Studie über die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen des Radfahrens durchgeführt. Diese kommt zu dem Schluss, dass durch das Radfahren in unserem Land jedes Jahr 1.294 vorzeitige Todesfälle vermieden sowie 137.717 Tonnen CO2 eingespart werden. Die eingesparten sozialen Kosten belaufen sich insgesamt auf 8,44 Milliarden Euro. Minister Gilkinet wünscht sich, dass unser Land alles unternimmt, um das Radfahren noch stärker zu fördern und zu unterstützen.


Georges Gilkinet, föderaler Minister für Mobilität: „Diese Studie hilft uns, unsere Politik von einem objektiven Standpunkt aus zu betrachten und die besten Entscheidungen zu treffen. Radfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit und das Klima, sondern auch für unseren Geldbeutel und die Wirtschaft unseres Landes. Als Minister für Mobilität gehört dies zu meinen Prioritäten.“

 

Nach einer vorsichtigen Schätzung der Zahl der Arbeitsplätze in dieser Branche bietet das Fahrrad in Belgien 5.175 Menschen Arbeit (Verkauf, Produktion, Infrastruktur und Tourismus). Darüber hinaus erhielten im Jahr 2020 592.629 Arbeitnehmer/-innen (etwa jede(r) siebte) eine Fahrradzulage (0,25/km), die sich auf das Jahr gerechnet auf insgesamt 158 Millionen Euro belief.

 

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen ist das Radfahren aber auch gut für die Gesundheit. Insgesamt vermeidet die Nutzung des Fahrrads in Belgien jedes Jahr 1.294 vorzeitige Todesfälle, rechnet Vias vor. Das Risiko eines vorzeitigen Todes sinkt im Vergleich zu Menschen, die nicht Fahrrad fahren, um 10 %.

 

Nicht zuletzt wirkt sich das Radfahren auch positiv auf das Klima aus. In Belgien betrugen die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors im Jahr 2020 ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen (ein Anstieg um 6 % im Vergleich zu 1990). Durch das Fahrradfahren werden 137.717 Tonnen CO2-Emissionen eingespart, was den jährlichen Emissionen von etwa 19.000 Belgierinnen und Belgiern entspricht. 

 

Der Minister schloss: „Ich sehe in dieser Studie einen starken Anreiz, unsere Bemühungen zum Ausbau des Radverkehrs fortzusetzen und gleichzeitig weiter am Problembereich der Sicherheit im Straßenverkehr zu arbeiten. Durch Änderungen der Straßenverkehrsordnung möchte ich mehr Raum und Sicherheit für aktive und schwächere Verkehrsteilnehmer/-innen gewährleisten – also auch für Radfahrer/-innen.“

Studie über die Kosten-Nutzen-Auswirkungen des Radfahrens

Ein-Jahres-Bericht für „Be Cyclist“